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Kultur Joker

Mai 2007

...die 40er-Jahre, die Blütezeit des heißen Swing der Bigbands, und die Zeit der Andrews Sisters, die durch ihre unsterblichen Songs Weltruhm erlangten. In diese Fußstapfen treten nun die Shoo-Shoo Ladies und begeistern nicht nur durch ihre fundierte gesangliche Präsenz und ihren selbstironischen Humor, sondern sind den Andrews Sisters zumindest vom erotischen Standpunkt aus weit überlegen. Die drei Damen überzeugen das Publikum mit einer Show deren Unterhaltungswert kaum zu überschätzen ist.

Eine Gangsterstory um den ehemaligen Geliebten der drei Ladies bildet den Auftakt des Abends, und wir sehen als erstes, eine wunderbar ungewöhnliche Idee für eine Revue: die Beerdigung Jack Farrells...

...so begibt sich die Show der Shoo-Shoos anhand bekannter sowie unbekannter Songs der damaligen Zeit, die durch witzige Handlungseinfälle vorangetrieben wird, auf die Spuren weiblicher Sängerinnen der 40er Jahre.

...mal im Eisenbahnwagon des "Chatanooga Choo Choo" oder in einem kuriosen Werbespot... und was die Drei mit dem "Flat Foot Floogie-Song" von Fats Waller anstellen, hätte sogar dem alten Klavierclown Waller die Tasten unter den Fingern weggezogen.

Die Show ist reich an choreographischen und szenischen Einfällen und kommt dabei mit einem Minimum an äußerem Aufwand aus. Es sind die drei Sängerinnen und das hervorragende Jazztrio unter Andreas Schub allein, die den Abend durch ihre reine Präsenz und ihr Können tragen. Dabei ist die Show nicht nur ein Konglomerat aus guten Songs und Szenen, sondern spiegelt auf gekonnte Weise das amerikanische Showleben der Zeit wider und bedient sich gekonnt der Mittel der damaligen Unterhaltung, die eben auch den Kitsch zuließ, der durch das Können der Musiker/innen geadelt wird.

Manuel Kreitmeier